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Lager & Materialwirtschaft

Das Lagermodul von hwr sichert die vollständige Transparenz aller Material- und Gerätebestände im Betrieb, auf Service-Fahrzeugen und vor Ort auf Großbaustellen. Es verbindet Büro-Planung und mobile Baustellenerfassung über ein durchgängiges, scanbares Fächer- und Buchungssystem inklusive vollwertigem Inventurmodus, serialisierter Exemplarverwaltung und bilanzieller Stichtagsbewertung.


Das System unterscheidet vier spezialisierte Lagertypen:

  1. Stationäre Lager (static):
    • Zentrallager, Niederlassungen, Werkstätten, Gefahrstofflager oder Hochregallager.
    • Werden festen Betriebsstandorten (internal_locations) zugeordnet.
  2. Service-Fahrzeuge (vehicle / mobile):
    • Mobile Lager auf Kundendienst- und Montagefahrzeugen inklusive amtlichem Kfz-Kennzeichen (z. B. M-HW-2026).
    • Werden festen Mitarbeitern oder Teams zugewiesen. In der mobilen App sieht der Techniker eine strukturierte 2-Sektionen-Ansicht:
      • Für heutige Aufträge geladen: Spezifisch für heutige Einsätze gepacktes Material mit Auftragsbezug.
      • Freier Fahrzeugbestand: Permanenter Sortimentsbestand (Klemmen, Fittings, Schrauben).
  3. Baustellenlager & Einsatzorte (site):
    • Speziell für Großprojekte und Mehrtagesbaustellen.
    • Werden direkt mit einem konkreten Auftrag (Job) verknüpft. So kann Material, das per Spedition vorab zur Baustelle geliefert wird, als vor Ort verfügbar erfasst und vor Ort zwischengelagert werden, bevor es im Baufortschritt verbaut wird.
  4. Mitarbeiter-Handlager (personal):
    • Für persönliche Werkzeugkoffer, Spezial-Messgeräte oder Montage-Grundausstattungen, die einem konkreten Mitarbeiter dauerhaft zugeordnet sind.

Wichtig für die Ersteinrichtung: Die 3-stufige Standort- & Lager-Hierarchie

Abschnitt betitelt „Wichtig für die Ersteinrichtung: Die 3-stufige Standort- & Lager-Hierarchie“

Damit die Zuordnung und Auswertung im System sauber funktioniert, gilt ein zentrales Prinzip:

[!IMPORTANT] Zuerst den Standort anlegen! Bevor Sie stationäre Lager anlegen, muss zuerst der physische Betriebsstandort unter Einstellungen -> Standorte angelegt werden (z. B. „Hauptsitz München“ oder „Werkstatt / Bauhof Nord“). Wenn Sie Lager ohne vorherigen Standort erstellen, fehlt die übergeordnete Adress- und Gebäudezuordnung (internal_location_id). Mehrere Lager an derselben Liegenschaft lassen sich dann nicht mehr gebäudeübergreifend bündeln oder filtern.

┌─────────────────────────────────────────────────────────────────────────────┐
│ 1. STANDORT (Betriebsstätte / Liegenschaft) │
│ Angelegt unter: Einstellungen -> Standorte │
│ z. B. "Hauptsitz Gewerbepark" (Musterstr. 12, 80331 München) │
└──────────────────────────────────────┬──────────────────────────────────────┘
│ 1:n Zuordnung
┌───────────────────────────────┼───────────────────────────────┐
▼ ▼ ▼
┌─────────────────────────┐ ┌─────────────────────────┐ ┌─────────────────────────┐
│ 2. LAGER 1 │ │ 2. LAGER 2 │ │ 2. LAGER 3 │
│ "Hauptlager Halle A" │ │ "Farben- / Gefahrst."│ │ "Freilager Hof" │
│ Präfix: L1 │ │ Präfix: L2 │ │ Präfix: FL │
└────────────┬────────────┘ └────────────┬────────────┘ └────────────┬────────────┘
│ │ │
▼ ▼ ▼
┌─────────────────────────┐ ┌─────────────────────────┐ ┌─────────────────────────┐
│ 3. REGALE & FÄCHER │ │ 3. REGALE & FÄCHER │ │ 3. REGALE & FÄCHER │
│ L1-A-01-01 │ │ L2-S1-01 │ │ FL-R1-01 │
│ L1 | R1 | E1 | 04 │ │ L2-S1-02 │ │ FL-R1-02 │
└─────────────────────────┘ └─────────────────────────┘ └─────────────────────────┘
  1. Schritt 1 (Standort): Unter Einstellungen -> Standorte den Betriebssitz bzw. die Niederlassung mit Straße, PLZ und Ort anlegen.
  2. Schritt 2 (Lager): Unter Lager -> Neues Lager die gewünschten Lager anlegen und dem zuvor erstellten Standort zuweisen.
  3. Schritt 3 (Lager-Präfixe vergeben): Wenn mehrere Lager am selben Standort existieren (z. B. Hauptlager und Gefahrstofflager), verwenden Sie bei der Fächeranlage ein Präfix (z. B. L1, L2, FL), damit Fächer wie A-01 in verschiedenen Lagern nicht kollidieren.

In jedem Lager können klare Verantwortlichkeiten und automatische Meldesysteme hinterlegt werden:

  • Lagerleitung & Stellvertretung:
    • Direkte Zuordnung autorisierter Mitarbeiter aus den Firmenprofilen.
    • Gewährleistet klare Ansprechpartner für Ein- und Auslagerungen.
  • Berechtigtes Team:
    • Einschränkung von Buchungen auf bestimmte Montagekolonnen oder Abteilungen.
  • Meldebestand-Verteiler (Verknüpft mit Profilen):
    • Unterschreitet ein Artikel den definierten Mindestbestand, benachrichtigt das System automatisch die zuständigen Personen.
    • Fehlerfreie Empfängerauswahl: Lagerleitung und Stellvertretung können per Checkbox aktiviert werden; weitere Mitarbeiter werden komfortabel per Dropdown aus der Personalliste gewählt (keine manuellen Tippfehler bei E-Mail-Adressen).
    • Externes Sammelpostfach (Optional): Bei Bedarf kann eine zentrale E-Mail-Adresse (z. B. einkauf@firma.de) als zusätzlicher Empfänger hinterlegt werden.

3. Regalfächer & Lagerplätze (storage_locations)

Abschnitt betitelt „3. Regalfächer & Lagerplätze (storage_locations)“

In jedem Lager (stationär, Fahrzeug oder Baustelle) können beliebig viele Regale, Fächer oder Schubladen angelegt werden:

  • Code: Eindeutiger Kurzcode (z. B. L1-R1-E1-04, L1 | R1 | E1 | F04 oder BOX-01).
  • Name & Beschreibung: Sprechende Bezeichnung (z. B. „[L1] Regal 1, Ebene 1, Fach 4“ oder „Schublade links – Kleinteile“).
  • Scanbarer Barcode / QR-Code: Ermöglicht das sekundenschnelle Auffinden und Einbuchen per Barcode-Scanner oder Smartphone-Kamera.

A. Batch-Generator (Massenanlage von Regalen & Fächern)

Abschnitt betitelt „A. Batch-Generator (Massenanlage von Regalen & Fächern)“

Statt Dutzende Fächer einzeln von Hand anzulegen, bietet hwr im Tab „Regale, Fächer & Lagerplätze“ den Assistenten „Massenanlage (Batch)“:

  1. Modus 1: Regal-System (Raster):

    • Lager-Präfix (optional): Frei wählbarer Präfix (z. B. L1, W2, HAUPT). Verhindert Namenskonflikte bei mehreren Lagern am selben Standort.
    • Regale (Von - Bis): Buchstaben (A bis D) oder Zahlen (1 bis 10).
    • Ebenen einbeziehen (deaktivierbar): Wenn ein Regal Etagen besitzt, wählen Sie z. B. 1 bis 4. Haben Ihre Regale oder Wände keine Etagen, schalten Sie die Option „Ebenen einbeziehen“ einfach aus – das System generiert dann direkt Regal -> Fach.
    • Fächer: Anzahl der Fächer pro Ebene bzw. Regal (z. B. 1 bis 5).
    • Trennzeichen (Separator frei definierbar):
      • Standard: - (z. B. L1-R1-E1-04)
      • Pipe-Format: | (z. B. L1 | R1 | E1 | 04)
      • Normales Leerzeichen: (z. B. L1 R1 E1 04)
      • Beliebige eigene Trenner wie ., / oder _.
    • Frei definierbare Kennbuchstaben & individuelle Nullen (R · E · F):
      • Regal: Kürzel frei anpassbar (Standard R oder z. B. REG), optional aktivierbar + eigene Checkbox für führende Null (01..09).
      • Ebene: Kürzel frei anpassbar (Standard E oder z. B. EB), optional aktivierbar + eigene Checkbox für führende Null (01..09).
      • Fach: Kürzel frei anpassbar (Standard F), optional aktivierbar + eigene Checkbox für führende Null (01..09).
    • Muster als Standard-Vorlage speichern:
      • Über die Schaltfläche „Als Standard speichern“ werden alle vorgenommenen Format-Einstellungen (Präfix, Trenner, Kürzel, Ebenen-Status, Nullen) dauerhaft gespeichert.
      • Beim nächsten Aufruf oder beim Anlegen von Fächern in anderen Lagern ist das Firmen-Muster sofort wieder vorbesetzt.
    • Scrollbare Live-Vorschau: Zeigt alle berechneten Lagerplätze vollständig in einer scrollbaren Kachelansicht an, bevor Sie den Vorgang mit einem Klick ausführen.
  2. Modus 2: Fortlaufend (Kisten / Service-Fahrzeuge):

    • Durchnummerierung für mobile Koffersysteme, Schubladen oder Werkstattboxen (z. B. Präfix BOX-, von 1 bis 30 $\rightarrow$ BOX-01 bis BOX-30).

B. 2-Typen-Etikettendruck (Barcode-Drucker & A4-Bögen)

Abschnitt betitelt „B. 2-Typen-Etikettendruck (Barcode-Drucker & A4-Bögen)“

Unter „Etiketten drucken“ oder über das Drucker-Icon direkt an jeder Fach-Kachel steht das Drucksystem zur Verfügung:

  • Typ A: Neutrales Lagerfach-Etikett (Standard für Freiplatzlagerung):
    • Zeigt Lagername, Fach-Code groß und fett sowie den scanbaren QR-Code.
    • Klebt fest am Regal. Völlig unabhängig vom eingelagerten Artikel – muss nie neu gedruckt oder abgekratzt werden, wenn das Fach mit anderem Material belegt wird.
  • Typ B: Artikel- / Schütten-Etikett (Kanban für C-Teile-Magazine):
    • Enthält Artikelbezeichnung, Artikelnummer (SKU), EAN-13 Barcode/QR, Mindestbestand und Fach-Zuordnung.
    • Klebt direkt auf herausnehmbaren Sichtlagerkästen oder Sortimo-Inlays.
  • Rollendrucker / Dedizierte Etikettendrucker (z. B. Brother QL, Zebra, Dymo):
    • Format 62 × 29 mm (oder Endlosrolle).
    • 1-Klick-Einzeldruck: Direkt an der Fach-Kachel im Dashboard druckt genau 1 Etikett für das gewählte Fach.
    • Seriendruck: Druckt mehrere ausgewählte Fächer nacheinander mit automatischem Schnitt / Seitenvorschub.
  • Standard-A4-Bürodrucker (Laser / Tinte):
    • Format Avery Zweckform 3474 (70 × 37 mm, 3 Spalten × 8 Zeilen = 24 Etiketten pro Bogen).
    • Start-Offset (1 bis 24): Ermöglicht die Weiterverwendung bereits angebrochener Etikettenbögen, sodass keine Aufkleber verschwendet werden.
  • 100 % lokal & offlinefähig: QR-Codes werden als gestochen scharfe Vektoren lokal im Browser gerendert (keine externen Cloud-Dienste oder CDN-Abhängigkeiten).

In der Fach-Kachelansicht im Web-Dashboard sehen Sie an jedem Fach die Information „X Artikel zugewiesen“:

  • Ein Klick auf die Zeile klappt die Fach-Details direkt aus.
  • Zeigt alle aktuell in diesem Fach gelagerten Produkte inklusive Artikelname, SKU, EAN und Stückzahl.

Mitarbeiter im Lager oder am Fahrzeug müssen beim Einräumen keine Texte eintippen:

  • Wird ein existierender Fach-Code gescannt, weist das System den Artikel dem Fach zu.
  • Wird ein neuer Barcode an einem noch unregistrierten Regalfach gescannt, legt die App den Lagerplatz automatisch an.

Abschnitt betitelt „E. Bewährte Tabellenansicht & Intelligente Schnellsuche (Fuzzy Code Search)“

Für eine schnelle Orientierung in umfangreichen Regalanlagen lässt sich die Lagerplatzübersicht zwischen der visuellen Kachel-Ansicht und der kompakten, hochfunktionalen Tabellenansicht umschalten:

  • Strukturierte Tabellenübersicht:

    • Direkte Sortierung nach Fach-Code, Bezeichnung, Belegungsstatus und gelagerten Artikeln.
    • Ziffern und Mengenangaben nutzen tabular-nums für ermüdungsfreies Vergleichen.
    • Status-Pillen zeigen sofort, ob ein Fach frei (grau) oder belegt (grün) ist, inklusive Tooltip und Mengenangaben.
    • Inline-Suchfilter für Status (Alle, Nur belegte Fächer, Nur freie Fächer).
  • Intelligente Schnellsuche (Fuzzy Code Matching):

    • Im Suchfeld muss der Fach-Code nicht exakt mit allen Sonderzeichen, Bindestrichen oder Pipes eingegeben werden.
    • Das System führt automatisch eine tolerante Normalisierung durch (Ignorieren von Trennzeichen wie -, |, /, Leerzeichen sowie von führenden Nullen):
      • Beispiel: Ein Fach mit der Kennzeichnung L1 | R01 | E04 | F13 oder E01 - F01 wird sofort gefunden durch Eingaben wie:
        • e01f01 oder e1f1 (Trennzeichen und führende Nullen entfallen)
        • r1e4f13 (Kombination aus Regal, Ebene und Fach)
        • e1 f13 (Mehrere Suchbegriffe getrennt durch Leerzeichen)
        • Groß- und Kleinschreibung spielen keine Rolle.
    • Systemweite Wirkung: Diese intelligente Normalisierung ist nicht nur in der Haupttabelle aktiv, sondern greift auch in allen Fach-Auswahlfeldern (Dropdowns) im gesamten Lagermodul (z. B. bei der schnellen Fachzuweisung in der Bestandsliste oder beim Erstellen von Zählaufgaben für die Inventur).

F. Sammel-Aktionen, Kollisionsprüfung & Schutz belegter Fächer

Abschnitt betitelt „F. Sammel-Aktionen, Kollisionsprüfung & Schutz belegter Fächer“

Müssen Lagerbereiche reorganisiert oder neu strukturiert werden, bietet die Tabellenansicht eine komfortable Mehrfachauswahl:

  • Checkbox-Mehrfachauswahl & Sammel-Aktionsleiste:

    • Mit der Checkbox in der Tabellenkopfzeile lassen sich alle aktuell gefilterten Fächer mit einem Klick an- oder abwählen.
    • Einzelne Fächer können gezielt per Zeilen-Checkbox ausgewählt werden.
    • Sobald mindestens ein Fach markiert ist, blendet sich die Sammel-Aktionsleiste mit genauer Zähleranzeige ein.
    • Sammeldruck von Etiketten: Ein Klick auf „Etiketten drucken (X)“ öffnet das Drucksystem direkt für alle ausgewählten Fächer – wahlweise für den Rollen-Seriendruck oder den Bogen-Druck (A4).
  • Integrierte Kollisionsprüfung & Bestandsschutz beim Löschen:

    • Grundregel: Ein Lagerplatz darf nur dann gelöscht werden, wenn er vollständig leer ist (kein physischer Materialbestand zugewiesen).
    • Vor jedem Löschvorgang (egal ob Einzellöschung über die Zeile oder Sammellöschung) führt hwr eine zweistufige Kollisionsprüfung durch (sofort im Frontend sowie transaktionssicher auf dem Server):
      1. Alle ausgewählten Fächer sind leer: Der Bestätigungsdialog ermöglicht das direkte Verschieben in den Papierkorb.
      2. Fächer enthalten noch Artikel (Kollision): Das System öffnet einen detaillierten Warn- und Schutzdialog. Dieser listet alle belegten Fächer namentlich auf und zeigt transparent, welche Artikel (mit Bezeichnung, Artikelnummer und Stückzahl) dort lagern.
      3. Automatischer Schutz: Belegte Fächer werden vor dem Löschen geschützt. Sind in der Auswahl sowohl leere als auch belegte Plätze enthalten, bietet das System die sichere Teilaktion:

        „Nur die X leeren Plätze in den Papierkorb verschieben“ Die belegten Plätze bleiben dabei unverändert und sicher im System erhalten. Sind alle gewählten Plätze belegt, ist der Löschbutton gesperrt.


G. Revisionssicherer Papierkorb für Lagerplätze & Wiederherstellung

Abschnitt betitelt „G. Revisionssicherer Papierkorb für Lagerplätze & Wiederherstellung“

Gelöschte Regalfächer und Lagerplätze werden niemals unwiderruflich aus der Datenbank gelöscht:

  • Revisionssicherer Soft-Delete (deleted_at):

    • Beim Löschen wird das Fach mit einem Lösch-Zeitstempel versehen und aus der aktiven Lageransicht ausgeblendet.
    • Alle historischen Buchungsbelege, Wareneingänge, Inventurprotokolle und Warenbewegungen, die in der Vergangenheit auf dieses Fach gebucht wurden, bleiben lückenlos intakt und nachvollziehbar.
  • Wiederherstellung im System-Papierkorb:

    • Unter Aufträge -> Papierkorb (bzw. /jobs/trash) befindet sich der Filter-Reiter „Lagerplätze“.
    • Hier werden alle gelöschten Fächer mit Ursprungslager, Code, Bezeichnung und Löschdatum aufgeführt.
    • Über die Schaltfläche „Wiederherstellen“ wird ein versehentlich gelöschtes Fach mit 1-Klick wieder im ursprünglichen Lager reaktiviert.

Für Aufträge bietet hwr einen durchdachten 3-Stufen-Workflow, der Planung, Logistik und tatsächlichen Verbrauch sauber trennt:

[ 1. Büro-Planung ] ──> [ 2. Bereitstellung ] ──> [ 3. Verbrauch & Abbuchung ]
Quelllager & Fach Im Fahrzeug gepackt Verbaut am Auftrag
Bedarfsmenge oder am Einsatzort Bestandsreduktion

Im Auftrag unter Material & Baustellenlager:

  • Der Disponent plant benötigte Artikel, Mengen und das Quelllager (inkl. Entnahmefach).
  • Für Großaufträge kann mit einem Klick ein Baustellenlager für den Einsatzort eingerichtet werden.

Das geplante Material wird verpackt, abgeholt oder angeliefert:

  • Zentrale Tages-Packliste (Mobile): Morgendliche Bündelung aller Aufträge des Tages mit 1-Klick-Mehrfachbedarfs-Packfunktion („Alles für heute packen“) und automatischer Laufwege-Optimierung über eine kumulierte Fächer-Pickliste.
  • Status „Im Fahrzeug“: Das Material liegt fahrbereit im Service-Wagen des Technikers und wird im Fahrzeuglager als einsatzbezogen geladen geführt.
  • Status „Am Einsatzort vorhanden“: Das Material wurde bereits zur Baustelle geliefert und liegt im Baustellenlager bereit.

Vor Ort auf der Baustelle:

  • Der Techniker hakt das Material mit 1-Klick als „Verbaut“ ab oder scannt den Artikel-Barcode mit der Smartphone-Kamera.
  • Das System bucht die Menge atomar aus dem Baustellenlager bzw. Fahrzeuglager ab und dokumentiert den Verbrauch im Auftragsbericht für die spätere Rechnungsstellung.

Um Fehlplanungen auszuschließen, unterscheidet hwr bei jedem Artikel zwischen drei präzisen Bestandsgrößen:

  1. Physischer Bestand: Die tatsächlich physisch in den Regalen liegende Stückzahl.
  2. Reservierter Bestand: Material, das für bereits terminierte Aufträge eingeplant ist.
  3. Frei verfügbarer Bestand: Physischer Bestand minus Reservierungen. Nur diese Menge steht für Neuaufträge zur Verfügung.

Mindestbestand & Höchstbestand (min_stock / max_stock)

Abschnitt betitelt „Mindestbestand & Höchstbestand (min_stock / max_stock)“

Für jeden Artikel können im Lager Mindest- und Höchstbestände definiert werden:

  • Mindestbestand (min_stock): Schwellenwert für automatische Nachbestell-Empfehlungen und Benachrichtigungen.
  • Höchstbestand (max_stock): Verhindert Überbevorratung und unnötig gebundene Liquidität.
  • Automatische Auffüllkalkulation: Bei Unterschreitung des Mindestbestands ermittelt das Bestellwesen sofort die optimale Nachbestellmenge (Bedarf = max_stock - physischer Bestand) für die Sammelbestellung beim Großhändler.

Am Artikelstamm können interne Notizen für Werkstatt und Einkauf hinterlegt werden (z. B. Handhabungshinweise, Mindestabnahmemengen oder Großhandels-Konditionen). Diese Notizen sind ausschließlich intern sichtbar und erscheinen auf keinen Kundenbelegen oder Rechnungen.

Unter Lager -> Artikel -> [Artikel auswählen] -> Preishistorie wird jede Anpassung des Einkaufs- oder Verkaufspreises automatisch protokolliert:

  • Datum und genaue Uhrzeit der Änderung
  • Alter Preis vs. Neuer Preis
  • Ausführender Benutzer
  • Pflichtbegründung: Z. B. „Lieferanten-Preisanpassung Q3“ oder „Großhandels-Sonderkonditionen“.

Wird ein Produkt vom Hersteller eingestellt:

  • Markieren Sie den Artikel als Auslaufartikel mit Angabe des Grundes.
  • Hinterlegen Sie den empfohlenen Nachfolgeartikel.
  • Automatischer Wechselhinweis: Sobald jemand den alten Artikel in einem Auftrag oder einer Materialanforderung auswählt, warnt das System und bietet den Austausch auf das Nachfolgeprodukt mit 1-Klick an.

Artikel-Dokumente, Freigabesteuerung & Mobiler Offline-Sync

Abschnitt betitelt „Artikel-Dokumente, Freigabesteuerung & Mobiler Offline-Sync“

Zu jedem Artikel können beliebig viele Dokumente hinterlegt werden – beispielsweise Montageanleitungen, technische Datenblätter, Schaltpläne, Sicherheitsdatenblätter oder Prüfprotokolle. Jedes Dokument lässt sich gezielt für bestimmte Mitarbeiter freigeben und für den mobilen Einsatz auf Baustellen offline verfügbar machen.

Beim Hochladen oder Bearbeiten eines Dokuments können Sie festlegen, wer Zugriff auf die Datei hat:

  • Alle Mitarbeiter: Standardeinstellung beim Upload. Jeder Mitarbeiter im Betrieb kann das Dokument einsehen und herunterladen.
  • Nur bestimmte Gruppen: Sie können den Zugriff gezielt einschränken (z. B. „Nur Meister & Bauleiter“ oder „Nur Geschäftsführung“). Vertrauliche Einkaufsunterlagen, interne Kalkulationen oder Prüfberichte bleiben so für reine Monteure vor Ort unsichtbar. Inhaber und Administratoren behalten stets vollen Zugriff.

2. Zweistufige Sicherheitslogik & Offline-Entscheidungsbaum

Abschnitt betitelt „2. Zweistufige Sicherheitslogik & Offline-Entscheidungsbaum“

Die Berechtigungsprüfung besitzt stets Vorrang vor dem mobilen Download. Dadurch ist garantiert ausgeschlossen, dass unberechtigte Endgeräte vertrauliche Dokumente im Hintergrund herunterladen oder lokal speichern:

Dokument-Prüfung
│
Darf der angemeldete Nutzer die Datei sehen?
│
┌────────────────┴────────────────┐
NEIN JA
│ │
[STRIKTER STOPP] Ist „Offline bereitstellen“ aktiv?
Weder in der App sichtbar │
NOCH jemals als Download ┌────────┴────────┐
auf dem Gerät gespeichert! JA NEIN
│ │
[Offline-Download] [Auf Abruf]
Automatisch gecacht Nur bei Klick
  • Offline erzwingen (Immer auf Mobilgeräten bereithalten): Die mobile App lädt dieses Dokument automatisch im Hintergrund auf das Smartphone oder Tablet des Monteurs herunter, sobald eine Verbindung besteht. Auf Baustellen im Keller oder Rohbau ohne Mobilfunk steht die Anleitung sofort ohne Wartezeit zur Verfügung.
  • Bei Bedarf laden (Standard): Das Dokument verbleibt in der Cloud und wird erst bei manuellem Antippen auf dem Endgerät geöffnet. Das spart Speicherplatz auf den Smartphones.

Um Beschädigungen von Dateien im Betriebsalltag zu verhindern, schützt das System beim Umbenennen automatisch die Dateiendung (z. B. .pdf). Sie können den Dokumentnamen jederzeit frei anpassen, ohne dass der Dateityp versehentlich unlesbar wird.


Gefahrstoff-Kennzeichnung (GHS / CLP) & Sicherheitsdaten

Abschnitt betitelt „Gefahrstoff-Kennzeichnung (GHS / CLP) & Sicherheitsdaten“

Für chemische Produkte, Kältemittel, Klebstoffe, Dichtmassen, Gase, Schmierstoffe oder Säuren erfordert der Gesetzgeber klare Warnhinweise und Schutzmaßnahmen nach der europäischen CLP-Verordnung (GHS):

Über die Gefahrstoff-Karte können die 8 offiziellen Gefahrensymbole per Klick aktiviert oder deaktiviert werden:

  • GHS01 (Explosiv): Für explosionsgefährliche Stoffe und Treibsätze.
  • GHS02 (Entzündbar): Leicht entzündliche Lösemittel, Aerosole, Kältemittel oder Lacke.
  • GHS04 (Gase unter Druck): Druckgasflaschen, Stickstoff, CO2, Propan oder Kältemittelbehälter.
  • GHS05 (Ätzwirkung): Säurehaltige Rohrreiniger, Entkalker oder aggressive Flussmittel.
  • GHS06 (Akute Toxizität): Hochgiftige Stoffe mit Totenkopf-Symbol.
  • GHS07 (Gesundheitsgefahr / Reizend): Reizende Dichtmassen, Haut- und Augenreizstoffe mit Ausrufezeichen.
  • GHS08 (Schwere Gesundheitsgefahr): Karzinogene oder atemwegsschädigende Stoffe.
  • GHS09 (Gewässergefährdend): Umwelt- und wassergefährdende Chemikalien.

2. Automatisch speichernde Schutzhinweise (H- und P-Sätze)

Abschnitt betitelt „2. Automatisch speichernde Schutzhinweise (H- und P-Sätze)“

Im Notizbereich der Gefahrstoff-Kennzeichnung hinterlegen Sie verbindliche Schutzmaßnahmen für die Werkstatt und die Baustelle:

  • Pflicht-Schutzausrüstung (PSA): Z. B. „Nitrilhandschuhe und Schutzbrille tragen, Raum gut lüften“.
  • Lagerungs-Vorschriften: Z. B. „Nur im belüfteten Gefahrstoffschrank lagern, Auffangwanne erforderlich“.
  • Sicherheitsdatenblatt: Hinterlegen Sie das zugehörige PDF-Sicherheitsdatenblatt im Dokumentenbereich des Artikels und aktivieren Sie den Offline-Sync, damit Monteure bei Gefahrgutkontrollen im Fahrzeug sofort auskunftsfähig sind.

Gewerke & Kategorien: Flexibler Gewerke-Katalog mit Farbcodierung

Abschnitt betitelt „Gewerke & Kategorien: Flexibler Gewerke-Katalog mit Farbcodierung“

Zur präzisen Einordnung von Artikeln und Lieferanten (z. B. nach Heizung, Sanitär, Elektro, Photovoltaik oder betriebsspezifischen Warengruppen) verfügt hwr über ein mitwachsendes Gewerkesystem:

  • Keine starren Vorgaben: Betriebe werden nicht mit unpassenden Fremdgewerken überladen. Sie nutzen genau die Begriffe und Gewerke, die in Ihrem Betriebsalltag vorkommen.
  • Farbcodierung für schnelle Orientierung: Jedem Gewerk kann eine eigene Farbe zugewiesen werden. Die Farb-Badges ziehen sich konsistent durch Artikelstammdaten, Lieferantenzuweisungen und Tabellenlisten.
  • Sofortige Wiederverwendbarkeit: Sobald Sie bei einem Artikel oder Lieferanten ein neues Gewerk eintragen (z. B. „Kältetechnik“), steht dieser Begriff ab sofort unternehmensweit in der Auswahlliste für alle anderen Artikel und Partner zur Verfügung.
  • Suchfeld mit Sofort-Anlage: Tippen Sie einfach die ersten Buchstaben des gewünschten Gewerks in das Eingabefeld. Existiert der Begriff bereits, wählen Sie ihn aus. Ist er neu, genügt ein Druck auf die Enter-Taste, um ihn direkt als neues Gewerk für das Unternehmen anzulegen.
  • Gewerke entfernen: Zugewiesene Gewerke erscheinen als farbige Badges und können mit einem Klick auf das × direkt wieder abgewählt werden.

6. Geräte-Exemplare, Seriennummern & Maschinenpark

Abschnitt betitelt „6. Geräte-Exemplare, Seriennummern & Maschinenpark“

Für Werkzeuge, Maschinen, Messgeräte, Prüfmittel und hochwertige Kundenanlagen reicht eine reine Stückzahlverwaltung nicht aus. hwr ermöglicht die präzise Führung jedes einzelnen physischen Geräts:

  • Der Artikelstamm: Beschreibt das allgemeine Modell (z. B. „Akku-Bohrhammer Bosch GBH 18V-26“ mit Typenbezeichnung, Hersteller, Produktbild und Bedienungsanleitung).
  • Die Geräte-Exemplare: Erfassen die real im Betrieb vorhandenen Einzelgeräte. Wenn Sie 5 Stück dieses Modells besitzen, hat jedes einzelne Gerät seine eigene Kennung, Historie und seinen eigenen Standort.
  • Seriennummer: Die offizielle Herstellernummer vom Typenschild für Garantiefälle und Herstellerabwicklungen.
  • Inventarnummer & Kennung: Ihre betriebsinterne Gerätenummer (z. B. INV-2026-001 oder Aufkleber #01).
  • Aktueller Standort:
    • Im zentralen Lager oder in einem Regalfach
    • Auf einem bestimmten Service-Fahrzeug (KFZ-Lager)
    • Fest an einen Monteur übergeben (z. B. persönlicher Werkzeugkoffer)
    • In Reparatur oder Prüfung beim Hersteller
  • Gerätezustand: Schnelle Übersicht über die Einsatzbereitschaft (Einsatzbereit, Wartung fällig, Defekt oder Ausgemustert).
  • Kaufdaten & Garantie: Anschaffungsdatum und Garantiezeitraum für lückenlose Nachweise.

Geräte-Exemplare überwachen automatisiert gesetzliche und betriebliche Prüfintervalle:

  • Prüfstatus & Vorwarnung: Automatische Erinnerung im Dashboard und im Lager, sobald eine DGUV V3 Elektroprüfung, Kalibrierung oder UVV-Inspektion fällig wird.
  • Prüfberichte & Historie: Lückenlose Historie aller bisherigen Prüfungen mit Prüfergebnis, Mängelberichten und Prüfplaketten-Dokumentation.

Wird ein Gerät an einen Mitarbeiter übergeben oder zurückgenommen (z. B. Baustellenkamera, Presszange, Ortungsgerät), wird das Exemplar im digitalen Übergabeprotokoll erfasst. Der aktuelle Inhaber ist jederzeit transparent im System nachvollziehbar.

In der Detailansicht des Artikels öffnet ein Klick auf ein Exemplar die interaktive Lebenszyklus-Sidebar:

  • Vollständiger Standort- und Zuweisungsverlauf.
  • Chronologischer Notizenverlauf mit Zeitstempel und Bearbeiter.
  • Direktsprung zu verknüpften Aufträgen, Wartungsaufträgen und Prüfprotokollen.

7. Tabellen-Ergonomie, Filter & Revisionssicherer Papierkorb

Abschnitt betitelt „7. Tabellen-Ergonomie, Filter & Revisionssicherer Papierkorb“

Die Lager- und Artikelverwaltung im Manager bietet professionelle Werkzeuge für umfangreiche Artikelbestände:

  • Standardisierte Tabellenansichten: Flexible Umschaltung der Seitengröße (10, 20, 50, 100 Zeilen pro Seite) mit speicherbarer Nutzerpräferenz.
  • Zahlenformatierung: Alle Mengenangaben, Fächer-Codes und Preise nutzen tabular-nums für ermüdungsfreies horizontales Vergleichen.
  • Schnellfilter & Volltextsuche: Filtern nach Lagertyp, Kategorie, Hersteller, Mindestbestand-Unterschreitung und Prüffälligkeit.
  • Revisionssicherer Papierkorb (Soft-Delete) & Kollisionsschutz:
    • Gelöschte Artikel, Lagerorte sowie einzelne Regalfächer (storage_locations) werden niemals physisch entfernt, sondern mit Zeitstempel (deleted_at) in den Papierkorb verschoben.
    • Kollisionsabfrage beim Löschen: Lagerplätze können nur gelöscht werden, wenn sie vollständig leer sind. Bei belegten Fächern greift ein automatischer Schutzdialog mit detaillierter Artikelliste.
    • Historische Lagerbewegungen, Rechnungsbelege, Inventurprotokolle und Auftragsverknüpfungen bleiben vollständig konsistent.
    • Im Papierkorb (/jobs/trash) können gelöschte Elemente über dedizierte Filter-Tabs (z. B. Lagerplätze) mit 1-Klick wiederhergestellt werden.

8. Lagerwert- & Bilanzbericht (/inventory/valuation)

Abschnitt betitelt „8. Lagerwert- & Bilanzbericht (/inventory/valuation)“

Für Jahresabschlüsse, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und das betriebliche Controlling bietet hwr eine umfassende Stichtagsbewertung:

Sie können jederzeit den exakten Lagerbestand und Lagerwert zu einem beliebigen Datum in der Vergangenheit abrufen (z. B. zum Bilanzstichtag 31.12. oder zum Quartalsende):

  • Das System ermittelt ausgehend vom aktuellen Stand und allen seither durchgeführten Zu- und Abgängen den historischen Mengen- und Wertstand.
  • Lagerwert nach Niederstwertprinzip: Gesamtwert auf Basis des gewichteten Netto-Einkaufspreises.
  • Kalkulatorischer Verkaufswert: Potenzieller Erlös nach hinterlegten VK-Listenpreisen.
  • Gebundenes Kapital & Rohertragspotenzial: Direkter Überblick über die im Lager gebundene Liquidität.
  • Warengruppenspiegel: Prozentualer Wertanteil je Gewerk / Artikelkategorie (z. B. 45 % Sanitär, 30 % Heizung, 25 % Elektro).
  • Ladenhüter- & Umschlagsanalyse: Listet Artikel auf, die seit mehr als 90, 180 oder 365 Tagen nicht bewegt wurden – inklusive der Summe des dadurch blockierten Kapitals.
  • Excel (.xlsx): Generiert eine professionell formatierte Tabelle mit echten Berechnungsformeln und Summenzeilen zur direkten Weitergabe an Steuerberater und Buchhaltung.
  • Druckansicht: Übersichtliche, saubere A4-Druckansicht für Unterlagen und Archive.

9. Mobilfähiges Barcode-Terminal (/inventory/scan)

Abschnitt betitelt „9. Mobilfähiges Barcode-Terminal (/inventory/scan)“

Unter Lager -> Scannen steht ein für Tablets, Smartphones und Industrie-Handscanner optimiertes Terminal zur Verfügung:

  • Unterstützt Kamera-Scan sowie Hardware-Laserscanner.
  • Erkennt EAN-13, QR-Codes und Code-128.
  • Zeigt nach dem Scan sofort Artikeldetails, Lagerplätze und Bestände aller Lagerorte an.
  • Ermöglicht Sofort-Zubuchungen und Entnahmen ohne Seitenwechsel.

10. Der Inventurmodus (Bestandsabgleich & Zählung)

Abschnitt betitelt „10. Der Inventurmodus (Bestandsabgleich & Zählung)“

Der Inventurmodus ermöglicht die strukturierte, lückenlose physische Bestandsaufnahme – sowohl im Web-Manager als auch mobil per Smartphone auf Fahrzeugen und in Werkstätten.

  • Berechtigung inventory:stocktake:
    • Unter Organisation -> Rollen & Rechte kann das Recht zur Inventurdurchführung gezielt pro Rolle aktiviert oder deaktiviert werden.
  • Fahrzeug-Inventur vs. Zentrallager:
    • Techniker können standardmäßig die Inventur ihres eigenen Service-Fahrzeugs mobil erfassen.
    • Für stationäre Zentrallager und fremde Fahrzeuge ist die Berechtigung inventory:stocktake erforderlich.

B. Flexible Mengenerfassung (Massenartikel & Einzelteile)

Abschnitt betitelt „B. Flexible Mengenerfassung (Massenartikel & Einzelteile)“
  1. Manuelle Direkteingabe (Zahlenfeld / Nummernblock): Für Großmengen (z. B. 3.000 Schrauben, 120,5 Meter Kabel).
  2. Schnellschritt-Tasten: Anpassung mit +1, +10, +100 sowie -1, -10.
  3. 1-Klick „Soll = Ist übernehmen“: Bestätigt alle unberührten Artikel, sodass nur Differenzen eingegeben werden müssen.
  4. Hybrid-Barcode-Scan: Das Scannen eines Barcodes fokussiert direkt den Artikel in der Zählliste.
  5. Artikel nachträglich hinzufügen: Neu aufgefundene Artikel können direkt in die laufende Inventur aufgenommen werden.
  • Live-Dashboard: Zeigt Zählfortschritt, Anzahl der Abweichungen, Stück-Differenz und die resultierende Gesamtwert-Differenz (€ netto) in Echtzeit an.
  • Druckbare Zählliste (PDF): Vorab-Ausdruck für manuelle handschriftliche Zählungen.
  • Atomare Verbuchung: Beim Klick auf „Inventur abschließen“ erzeugt das System für jede Differenz automatisch eine Korrekturbuchung im Lagerjournal.
  • Nach Regalen & Lagerplätzen: Zählung nur für ausgewählte Fächer (z. B. „Regal A“).
  • Nach Artikeltyp: Z. B. „Nur Verbrauchsmaterial“ oder „Nur Werkzeuge“.
  • Nach Hersteller: Z. B. alle Artikel von WAGO.
  • Nach Fälligkeit: Gezielte Filterung von Artikeln, die „Noch nie“ oder „Vor mehr als 6 Monaten“ gezählt wurden.

11. Wareneingang, Lieferschein-Archivierung & Scan-to-Bin

Abschnitt betitelt „11. Wareneingang, Lieferschein-Archivierung & Scan-to-Bin“

Das Lagermodul ermöglicht die lückenlose Verknüpfung von Lieferantenbestellungen, physischem Wareneingang und der Verteilung auf konkrete Regalfächer:

  • Digitaler Lieferschein: Zu jedem Wareneingang werden Lieferschein-Nummer, Lieferschein-Datum sowie ein Foto oder Scan des Originalbelegs erfasst und revisionssicher archiviert.
  • Scan-to-Bin Regalplatzzuweisung: Artikel werden beim Wareneingang per Kamera-Scan direkt dem Zielfach zugewiesen. Bei unbekannten Fach-Barcodes legt das System das Lagerfach auf Wunsch automatisch an (Zero Typing).
  • Vollständige Offline-Fähigkeit: Wareneingänge können auch in Tiefgaragen und Lagerhallen ohne Mobilfunknetz erfasst, fotografiert und gebucht werden. Die Synchronisation erfolgt automatisch im Hintergrund über die mobile Sync-Queue.

12. Der mobile Lager- & Scan-Workflow (hwr.mobile)

Abschnitt betitelt „12. Der mobile Lager- & Scan-Workflow (hwr.mobile)“

Die mobile Anwendung hwr.mobile verwandelt jedes Smartphone in ein vollwertiges Industrie-Handterminal für das Lager und das Servicefahrzeug. Durch die nahtlose Integration von Smartphone-Kamera und Barcode-Erkennung wird der gesamte Material- und Gerätefluss ohne manuelle Tipparbeit abgewickelt.

A. Praxis-Workflow: Wie die Lagerverwaltung mobil genutzt wird

Abschnitt betitelt „A. Praxis-Workflow: Wie die Lagerverwaltung mobil genutzt wird“
[ 1. Artikel per Scan anlegen ] ──> [ 2. Fach zuweisen / anlegen ] ──> [ 3. Geräte-Exemplar erfassen ] ──> [ 4. Buchen & Verbauen ]
Hersteller-EAN scannen Scan-to-Bin oder „+“-Taste Inventarnummer & DGUV V3 Auftrag / Inventur

Workflow 1: Neuen Artikel anlegen & direkt Lagerort/Fach zuweisen

Abschnitt betitelt „Workflow 1: Neuen Artikel anlegen & direkt Lagerort/Fach zuweisen“
  1. Barcode / EAN scannen:
    • Im mobilen Dashboard auf Artikel -> „Neuen Artikel erfassen“ (oder im Tab Lager auf +) tippen.
    • Auf das Barcode-Icon tippen und den Code auf der Produktverpackung erfassen.
    • Die EAN wird automatisch übernommen. Ist das Produkt im Firmenstamm bereits bekannt, werden Bezeichnung, Einheit und Preise sofort geladen.
  2. Stammdaten & Preise:
    • Bezeichnung, Hersteller und Artikelkategorie (Material/Produkt vs. Gerät/Werkzeug) festlegen.
    • Je nach Berechtigung können Netto-EK und Netto-VK direkt erfasst oder angepasst werden.
  3. Lagerort & Anfangsbestand aktivieren:
    • Den Schalter „Lagerort & Anfangsbestand“ aktivieren.
    • Ziellager wählen: Z. B. „Service Wagen A (Mein Fahrzeug)“ oder „Hauptlager“.
  4. Lagerfach zuweisen & blitzschnell neu anlegen:
    • Bestehendes Fach wählen: Aus dem Dropdown auswählen.
    • Scan-to-Bin (Kamera-Scan): Auf den Scan-Button neben dem Fach tippen und den Barcode/QR am Regal oder an der Sortimentsbox erfassen. Das Fach wird sofort ausgewählt.
    • Neues Lagerfach anlegen (+-Taste): Existiert das Fach noch nicht im gewählten Lager (z. B. ein neues Fach „B-03“ oder „KOFFER-2“), tippen Sie direkt auf das +-Symbol. Ein kompakter Schnelldialog öffnet sich, Fach-Code eingeben, bestätigen – das Fach wird sofort in der Datenbank angelegt und dem Artikel zugewiesen, ohne den Erfassungsdialog zu verlassen.
  5. Anfangsbestand setzen:
    • Die Stückzahl über die Schnelltasten -1 / +1 anpassen oder direkt ins Zahlenfeld eintippen.
    • Auf Artikel speichern tippen – Artikel, Lagerfach und Anfangsbestand sind in einem einzigen Vorgang verbucht.

Workflow 2: Serialisierte Geräte- & Variantenverwaltung (product_instances)

Abschnitt betitelt „Workflow 2: Serialisierte Geräte- & Variantenverwaltung (product_instances)“

Für Maschinen, Messgeräte, Mietgeräte und prüfpflichtige Werkzeuge (z. B. Bohrhammer, Pressbacken, Abgasmessgeräte):

  1. Artikel-Detailansicht öffnen:
    • In der Artikelliste auf den Artikel tippen oder dessen EAN scannen.
  2. Sektion „Geräte- & Variantenverwaltung“:
    • Zeigt alle physisch existierenden Einzelgeräte mit eigener Inventarnummer, aktuellem Zustand und nächstem Prüftermin.
  3. Neues Exemplar anlegen (+ Exemplar anlegen):
    • Inventarnummer (inv_number): Per Tastatur eingeben oder direkt das am Gerät angebrachte Inventar-Etikett scannen.
    • Seriennummer (serial_number): Das Typenschild des Herstellers scannen oder eingeben.
    • Zustand (status): Per Chip auswählen (Verfügbar, In Benutzung, In Wartung, Defekt).
    • Standort & Fach: Lagerort (z. B. Fahrzeug des Monteurs) und konkreten Lagerplatz hinterlegen.
    • Wartungs- & Prüffristen: Prüfintervall in Monaten (z. B. 12 für jährliche DGUV V3 Prüfung) und Datum der nächsten fälligen Inspektion erfassen.
    • Speichern – das konkrete Gerät ist nun im System mit eigenem Lebenszyklus inventarisiert.

In hwr.mobile erfüllt jeder Scanpunkt eine klar definierte Aufgabe. Die folgende Übersicht zeigt, an welchen Stellen gescannt werden kann, welcher Code-Typ erwartet wird und was das System nach dem Scan ausführt:

Nr.Scanpunkt (Wo in der App)Was wird gescannt?Typischer CodeSystem-Reaktion / Bedeutung
1Artikel erfassen
(EAN-Feld oben)
Artikelverpackung / ProduktEAN-13, GTIN, UPC, Code-128Liest den Produktcode aus, prüft Dubletten im Firmenstamm und belegt die Neuanlagemaske vor.
2Lagerfach-Zuweisung
(Artikel erfassen -> Lagerort-Box)
Regalfach-Etikett / Boxen-LabelQR-Code, Fach-Code, Code-39Weist dem neuen Artikel sofort dieses physische Regalfach im gewählten Lager zu (Scan-to-Bin).
3Artikel-Katalog Suche
(Artikel-Screen -> AppBar)
Artikelverpackung / ProduktEAN-13, Code-128, DataMatrixÖffnet sekundenschnell die Artikel-Detailansicht mit Lagerbeständen, Preisen und technischen Daten.
4Geräte-Exemplar anlegen
(Artikel-Details -> Variantenverwaltung)
Typenschild oder Inventar-EtikettQR-Code, Code-128, DataMatrixTrägt die maschinenlesbare Inventarnummer (inv_number) oder Seriennummer in das Einzelgeräte-Exemplar ein.
5Wareneingang Belegfoto
(Wareneingang -> Beleg)
Papier-LieferscheinDokumenten-Kamera-ScanFotografiert den Lieferschein für das revisionssichere Belegarchiv (Cloud / Offline-Queue).
6Wareneingang Positionssuche
(Wareneingang -> Artikel scannen)
Barcode auf Lieferkarton / PackstückEAN-13, Großhändler-BarcodeSucht die Position in der offenen Bestellung, scrollt automatisch dorthin und hebt sie farblich hervor.
7Wareneingang Scan-to-Bin
(Wareneingang -> Positionszeile)
Regalfach im LagerQR-Code, Fach-LabelBucht die gelieferte Position direkt in das gescannte Fach ein (legt unbekannte Fächer auf Wunsch neu an).
8Material verbauen auf Baustelle
(Auftragsdetails -> Material)
Entnommenes Material / BauteilEAN-13, Code-128Markiert das Material als „Verbaut“, bucht es atomar aus dem Fahrzeug ab und überträgt es in den Montagebericht.
9Mobile Fahrzeug-Inventur
(Lager -> Inventur durchführen)
Artikel im Regal oder WerkzeugkastenEAN-13, QR-CodeFokussiert die Zählzeile in der Inventurliste und erhöht die Ist-Menge schrittweise um 1.

C. Barcode-Konzepte: Die drei Code-Ebenen verstehen

Abschnitt betitelt „C. Barcode-Konzepte: Die drei Code-Ebenen verstehen“

Um Verwechslungen im Betrieb zu vermeiden, unterscheidet hwr klar zwischen drei verschiedenen Code-Ebenen:

┌──────────────────────────────┐ ┌──────────────────────────────┐ ┌──────────────────────────────┐
│ 1. Produkt-EAN │ │ 2. Lagerfach-Code │ │ 3. Inventar- & Seriennummer │
│ (Artikelmodell / Typ) │ │ (Physischer Standort) │ │ (Konkretes Einzelgerät) │
│ z. B. 4005364123456 │ │ z. B. A-02-1 oder KOFFER-1 │ │ z. B. INV-2026-0042 │
└──────────────────────────────┘ └──────────────────────────────┘ └──────────────────────────────┘
  1. Produkt-EAN / GTIN (Artikelmodell):
    • Kennzeichnet den Typ eines Artikels (z. B. jede WAGO-Klemme Typ 221-413 hat dieselbe EAN).
    • Wird für Katalogsuche, Neuanlage, Wareneingang und Materialverbrauch verwendet.
  2. Lagerfach-Code (Aufbewahrungsort):
    • Kennzeichnet den physischen Platz im Lagerregal, in der Schublade oder im Servicefahrzeug (z. B. R1-F2 oder FAHRZEUG-SCHUBLADE-L).
    • Ermöglicht das gezielte Ein- und Umlagern per Scan-to-Bin.
  3. Inventarnummer / Seriennummer (Einzelinstanz):
    • Kennzeichnet genau ein einzelnes physisches Werkzeug oder Gerät (z. B. „Hilti TE 6-A Akku-Kombihammer #INV-2026-0042“).
    • Dient der lückenlosen Überwachung von Wartungsintervallen, DGUV V3 Prüffristen, Reparaturhistorien und der personengebundenen Ausgabe.

13. Lagerwert, Bilanzbericht & Standort-Übersicht

Abschnitt betitelt „13. Lagerwert, Bilanzbericht & Standort-Übersicht“

Unter Lager -> Bilanz & Bewertung (/inventory/valuation) bietet hwr eine vollständige kaufmännische Stichtagsbewertung aller Lagerbestände im Betrieb.

Viele Handwerksbetriebe unterhalten an einem zentralen Betriebsstandort oder einer Niederlassung mehrere spezialisierte Lager (z. B. Hauptlager, Außenlager, Gefahrstofflager, Werkstatt sowie mehrere Service-Fahrzeuge).

  • Filter nach Standort / Betriebsstätte:
    • Wählen Sie im Filter einen Standort (z. B. „Hauptsitz Gewerbepark“), fasst das System sofort alle diesem Standort zugeordneten Lager zusammen.
    • Das Lager-Dropdown schaltet automatisch auf „Alle Lager am Standort (X Lager)“ um.
    • Sämtliche Kennzahlen (Gesamtwert EK, Verkaufswert, Margenpotenzial und gelagerte Artikel) spiegeln die aggregierte Gesamtsumme dieses Standorts wider.
  • Filter nach Einzel-Lager / Fahrzeug:
    • Zur gezielten Detailanalyse kann innerhalb des Standorts ein einzelnes Lager oder Fahrzeug ausgewählt werden.
  • Warengruppen & Volltextsuche:
    • Eingrenzung auf spezifische Kategorien (z. B. Sanitär, Elektro, Werkzeuge) oder Suche nach Artikelnummer, Bezeichnung und EAN.

Der Bericht berechnet in Echtzeit:

  • Gesamtwert (EK): Bilanzieller Stichtagswert auf Basis der hinterlegten Netto-Einkaufspreise.
  • Verkaufswert (VK): Potenzieller Gesamtwert bei Veräußerung zu hinterlegten Netto-Verkaufspreisen.
  • Margenpotenzial: Differenz zwischen Verkaufs- und Einkaufswert (prozentual und in Euro).
  • Gelagerte Artikel: Gesamtzahl der verschiedenen aktiven Lagerpositionen im gewählten Scope.

Im Reiter Dead-Stock-Analyse analysiert das System gebundenes Kapital in Artikeln ohne Warenbewegung:

  • Filterbar nach Zeiträumen (30, 60, 90, 180 oder 365 Tage ohne Umschlag).
  • Berücksichtigt automatisch den gewählten Standort oder das gewählte Einzellager.
  • Zeigt gebundenes Kapital, letzte Buchung und Lagerplatz an, um Überbestände gezielt zu identifizieren und abzubauen.

Über die Schaltfläche Excel exportieren lässt sich der vollständige Bewertungsbericht inklusive Standortbezeichnung, Lagername, Artikelnummer, EAN, Kategorie, Bestand, EK, VK und Gesamtwert herunterladen. Ideal für die Übergabe an die Buchhaltung, den Steuerberater oder für die Jahresabschluss-Inventur.


14. Sicherheit: Kollisionsabfrage beim Löschen von Lagern

Abschnitt betitelt „14. Sicherheit: Kollisionsabfrage beim Löschen von Lagern“

Um versehentlichen Datenverlust oder verwaiste Buchungshistorien zu verhindern, verfügt die Lagerverwaltung über eine automatische Kollisionsprüfung:

  1. Prüfung auf aktive Bestände:
    • Beim Versuch, ein Lager oder Fahrzeuglager zu löschen, prüft das System vorab, ob sich noch Artikel oder physische Bestände in diesem Lager befinden.
  2. Kollisionswarnung mit Bestandsliste:
    • Befinden sich noch Produkte im Lager, wird der Löschvorgang blockiert.
    • Das System listet die betroffenen Artikel und deren Mengen übersichtlich auf.
  3. Sichere Bereinigung:
    • Erst wenn alle Bestände über das Buchungssystem in ein anderes Lager umgebucht oder ausgebucht wurden, kann das Lager endgültig entfernt werden.

15. Barcode- & QR-Code-Scanner im Manager (/inventory/scan)

Abschnitt betitelt „15. Barcode- & QR-Code-Scanner im Manager (/inventory/scan)“

Neben der mobilen App steht auch direkt im Browser des Managers ein integrierter Hardware- und Kamera-Scanner zur Verfügung:

  • EAN-13 & 1D-Barcode-Unterstützung:
    • Erkennt neben 2D-QR-Codes zuverlässig alle standardisierten Hersteller-EAN-13- und GTIN-Barcodes.
  • Optimierte Kamera-Erfassung:
    • Vollbild-Erfassung mit Autofokus und nativer BarcodeDetector-API zur schnellen Erkennung ohne manuelle Fotozuschnitte.
  • Direkt-Aktionen:
    • Gescannte Artikel können mit einem Klick zur Ein-/Auslagerung, Bestandsprüfung oder Artikeldetailansicht weitergeleitet werden.